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ZwergerlMagazin Juli/August 2020

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Das Familienmagazin in der Metropolregion München

s3-10_fsn_juli20_Layout-zm 10.07.2020 10:17 Seite 10 Verlagssonderveröffentlichung 20 Jahre Praxis für Kinderzahnheilkunde Dr. Sigrid Weisshaar, Miesbach ZM: Wie muss man sich eine erste kinderzahnärztliche Untersuchung vorstellen? Dr. Weisshaar: Wir nehmen uns Zeit, auch für die Beratung der Eltern. Säuglinge können auf der Wickelauflage liegen, kleinere Kinder auf dem Schoß der Begleitperson sitzen. Mit Zauberstab, unterschiedlichen Medien oder Geschichten finden die Kinder in eine großartige Bereitschaft zur Untersuchung. Dabei stellen wir sowohl gute Zahn- und Mundgesundheit fest als auch therapiebedürftige Erkrankungen: Karies ist die häufigste im Kindesalter. ZM: Was zeichnet eine Kinderzahnarztpraxis aus? Dr. Weisshaar: Die kinderzahnmedizinische Versorgung nach dem neuesten Stand der Wissenschaft, psychologische Kenntnisse und verbale Regeln bei der Kommunikation mit den Kindern sind so wichtig wie die kindgerechte Einrichtung der Praxis. Die Kooperation mit einem Anästhesieteam gehört dazu, denn einige Behandlungen werden unter medizinischen Begleitmaßnahmen wie Sedierung oder Narkose durchgeführt. Und: Eine Kinderzahnarztpraxis ist so gut wie ihr Team! Ich bin glücklich, seit so vielen Jahren mit einem traumhaften Team zusammenarbeiten zu können. ZM: Sie feiern in diesem Jahr Ihr 20jähriges Praxisjubiläum – Herzlichen Glückwunsch. Wie waren Ihre Stationen? Dr. Weisshaar: Mit eigener Praxis ging es von Rottach-Egern über Tegernsee nach Miesbach. Seit 2017 besteht die moderne und vergrößerte Praxis in Miesbach am Habererplatz. ZM: Traumberuf Kinderzahnärztin - Was sagen Sie dazu? Dr. Weisshaar: Es ist tatsächlich mein Traumberuf geworden. Die Idee dazu bekam ich während eines dreimonatigen Einsatzes in den Slums der kolumbianischen Stadt Cali mit dem Komitee „Ärzte für die dritte Welt“. Ich besuchte auch die zahnmedizinische Fakultät der renommierten Universität Javeriana, wo ich zwei Jahre später ein über den DAAD gefördertes Postgraduierten-Studium der Kinderzahnheilkunde in Bogotá abschloss. Zurück in Deutschland begann ich 1999 in einer der ersten Kinderzahnarztpraxen in München als Assistentin. Bei der Gründung des Vereins zur Förderung der Kinderzahnheilkunde konnte ich mitwirken, der inzwischen Bundesverband der Kinderzahnärzte in Deutschland ist. ZM: Erzählen Sie uns ein wenig von Ihrem Team Dr. Weisshaar: Unser Dream-Team besteht aus zwei Zahnärztinnen, sechs zahnmedizinischen Fachangestellten sowie einer Auszubildenden. Seit 18 Jahren arbeitet meine Kollegin Dr. Carolin Kleinmayer, zertifizierte Spezialistin für Kinderzahnheilkunde, mit mir zusammen. ZM: Ab welchem Alter ist ein Besuch beim Kinderzahnarzt empfehlenswert? Dr. Weisshaar: Kinder können zur Früherkennungsuntersuchung (FU) ab dem 6. Lebensmonat bis zum 4. Lebensjahr dreimal jährlich, danach halbjährlich kommen. Die FU´s sind auf die kinderärztlichen U-Untersuchungen im Vorsorgeheft abgestimmt und schließen Beratungen der Eltern ein. Spätestens ab dem 6. Lebensjahr wird zu den halbjährlichen Kontrollen auch die Zahnreinigung als Individual-Prophylaxe durchgeführt und von den Patienten sehr gerne angenommen. ZM: Frau Dr. Weisshaar, was ist Ihnen persönlich wichtig? Dr. Weisshaar: Es ist oft sehr lustig bei uns, das soll so bleiben. Wichtig sind mir auch zufriedene Patienten, die wir durch ihre Kindheit und Pubertät begleiten dürfen. Manche bringen inzwischen schon ihre eigenen Kinder: Das ist ein wunderbares Zeichen des Vertrauens. Kinderzahnheilkunde Miesbach Dr. Sigrid Weisshaar Stadtplatz 10· Eingang Habererplatz· 83714 Miesbach praxis@kinderzahn-miesbach.de www.kinderzahn-miesbach.de Tel. 08025 99 317 88 10

s11-25_red_juli20_Layout-zm 10.07.2020 12:04 Seite 11 Im Gespräch mit Julia und Eveline „dreijahrewach-Podcast“ ZM: Hallo Ihr Beiden. Wer steckt hinter dem Podcast „dreijahrewach“? Eveline Kubitz und Julia Irländer, Freundinnen, Mamas und Kolleginnen beim Feierwerk e.V. ZM: Um welche Themen geht es in Euren Podcasts? Um alles rund ums Abenteuer Familie und das (Über)Leben mit Kindern. Wir haben in unseren über 20 Folgen in rund 1,5 Jahren schon über Kinderwunsch, Fehlgeburten, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Mental Load, Regenbogenfamilien, Bindung und vieles mehr gesprochen. Die Liste mit weiteren Ideen ist lang, und wir freuen uns auch immer über Anregungen und Themenwünsche von unseren Zuhörer*innen. ZM: Was ist Euch wichtig? Welche Message möchtet Ihr Euren Zuhörerinnen und Zuhörer vermitteln? Authentizität. Leben mit Kindern ist super schön, keine Frage, aber eben auch krass anstrengend und herausfordernd. Oder auch mal überfordernd. Wir geben als Eltern unser Bestes und haben trotzdem oft das Gefühl, es reicht nicht aus. Wir hoffen, unsere Zuhörer*innen fühlen sich mit unseren Gesprächen verstanden und gehört. Wir bekommen oft das Feedback, dass die Leute meinen, sie sitzen mit uns am Tisch auf einen Ratsch, wie mit Freund*innen. Das ist natürlich mega und freut uns sehr. ZM: Gibt es absolute Tabuthemen, über die Ihr nie bei dreijahrewach sprechen würdet? Hm, von unserer Seite aus eher nicht. Wir finden es gut, Tabuthemen aufzugreifen und sie eben zu enttabuisieren – wie beispielsweise unsere Folge zum Thema „Fehlgeburten“. Die Initiative, über ihre Erfahrungen zu sprechen, kam in dem Fall von unserem Studiogast selbst. Das ist kein leichter Schritt, sich so zu offenbaren, das wissen wir schon sehr zu schätzen. Das wäre bei Themen wie bspw. dem Verlust des Partners/der Partnerin oder dem Tod eines Kindes, mit dem man schon länger zusammengelebt hat, oder auch beim Thema „Abtreibung“ sicherlich genauso eine Überwindung. Deshalb ist es natürlich Wahnsinn, wenn Leute von sich aus mit ihrem Gesprächswunsch auf uns zukommen. Wir denken einfach, es hilft, wenn andere, denen es genauso erging, zuhören, und sich vielleicht nicht mehr so alleine damit fühlen. ZM: Was war Euer bewegendster Moment mit dreijahre wach? Puh, da gab es viele Gänsehaut-Momente. Einer war ganz bestimmt der mit Eleanor, die uns an ihrem kleinen Küchentisch von ihrem langen und schwierigen Weg erzählt hat, endlich Mama zu werden. Da hatten wir alle mit den Tränen zu kämpfen – sie, und wir auch. ZM: Wie und wo findet man die Podcastfolgen? Dreijahrewach läuft immer am dritten Samstag im Monat von 21 bis 22 Uhr auf Radio Feierwerk 92,4 und ist ab dann auch auf Spotify, Apple Podcasts, Deezer und Audio Now verfügbar. ZM: Die letzten Monate waren für viele Familien sehr herausfordernd. Wie habt Ihr den Spagat zwischen Kind, Familie und Arbeit meistern können? Julia: Zuerst gar nicht, dann gab es Höhen und Tiefen. Geholfen hat, die Situation zu akzeptieren und sich bewusst zu machen, dass es uns trotz allem immer noch verhältnismäßig gut geht. Wir hatten ein extra Zimmer fürs Büro und mein Mann und ich haben uns täglich zwischen. 6 und 23 Uhr im Schichtbetrieb mit Home Office und Home Kita abgewechselt. Inzwischen habe ich mich fast schon dran gewöhnt, heute (15.06.) ging es ja aber zurück in die Kita. Der erste Tag lief jetzt zum Glück gut, trotz anderer Erwartungen. Denn die Vorfreude bei den Kindern hielt sich in Grenzen – die haben es zuhause geliebt. Eveline: Kaffee intravenös! J Eigentlich genauso wie bei Julia, wäre ich alleinerziehend gewesen: unvorstellbar! Was sehr geholfen hat, war sich auf die wirklich wichtigen Dinge zu fokussieren und sowas wie Wäscheberge, sich stapelnde Spielsachen oder allgemeines Chaos einfach wortwörtlich auszublenden. Noch nie mussten wir alle wahrscheinlich so sehr mit unseren Ressourcen haushalten. ZM: Habt Ihr Vorbilder? Wer und warum? Julia: Ich habe kein einzelnes, besonderes Vorbild. Es gibt mehrere Menschen, die ich für bestimmte Dinge bewundere und bei denen ich mir denke: So möchte ich das auch mal sehen / verstehen / umsetzen können. Ich glaube, irgendwie versucht man doch jeden Tag, ein besserer Mensch zu werden. Und unsere Kinder tragen da auch einen wesentlichen Teil dazu bei, dass wir uns bemühen und über uns hinauswachsen. Eveline: Journalistisch und als Radiomacherin ist der Podcast „This american life“ ein riesengroßes Vorbild. Einfach gigantisches Storytelling, das vor kurzem sogar als erste Radiosendung überhaupt den Pulitzerpreis bekommen hat. Was das Familienleben angeht, bin ich durch dreijahrewach in der unglaublich luxuriösen Position, dass wir immer unheimlich kluge, reflektierte Gäste bei uns haben. Da schaue ich mir total gerne Dinge ab, die authentisch auf mich und unseren Alltag als Familie passen. hr findet uns auf: http://www.dreijahrewach.de, Spotify, Apple Podcast, Podigee 11

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