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ZwergerlMagazin Juli/August 2020

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Das Familienmagazin in der Metropolregion München

s3-10_fsn_juli20_Layout-zm 10.07.2020 10:17 Seite 4 „Wir haben jetzt eine Babysitterin engagiert“, sagt die Freundin, mit der ich mich auf einen Corona-Walk am Fluss verabredet habe. „Das rechnet sich zwar hinten und vorne nicht, aber wenigstens kann ich arbeiten.“ Und dann erzählt sie mir, dass sie doch vor kurzem erst aus der Elternzeit zurückgekommen ist und sich wieder neu beweisen muss. In einem Team, in dem außer ihr nur Männer sind. Da hat man’s auch ohne Corona schon schwer, jetzt mal rein aus Frauensicht betrachtet. Die Pandemie hat das Leben vieler Familien komplett durchgeschüttelt. Auch unseres. Zu Beginn dachte ich: Okay, das schaffen wir. Haben wir auch. Allerdings muss man sich schon fragen: zu welchem Preis. Es ist ein hoher Preis und in anderen Familien ist er noch höher. Die alleinerziehende Freundin erzählt mir davon, dass der eine Präsenz-Bürotag, den sie mittlerweile hat, sich anfühlt wie Urlaub. Andere Eltern stehen vor einem riesigen finanziellen Problem. Existenzen sind gerade dabei zu zerbrechen. Keine Zeit für den Job – kein Geld. Nicht alle Arbeitgeber sind verständnisvoll. Nicht jeder hat das Glück, seine Arbeitszeit so flexibel einteilen zu können wie ich. Wenn ich mich umhöre, sind da immer die gleichen Geschichten. Von Home-Office-Schichten, die um 4 Uhr in der Früh beginnen. Von bleierner Müdigkeit, die überhaupt nicht mehr weichen mag. Von Kindern, die immer gerne zur Schule gegangen sind und mit denen man nun plötzlich stundenlang diskutieren muss, weil sie ihre Aufgaben nicht machen wollen. Aber es gibt natürlich auch die Geschichten von den entspannten Familien. Bei denen sonst immer ein Elternteil auf Dienstreise ist und die zum ersten Mal seit Jahren wirklich Zeit miteinander verbringen. Es gibt Geschichten darüber, wie Geschwister zusammengewachsen sind. Und davon, wie viel man direkt vor der Haustür entdeckt hat. Wie gut das entschleunigte Leben getan hat. Ohne den ganzen Ballast, den man sonst mitschleppt. Kein Elternabend, keine Muffin-Bäckerei für irgendwelche Kita-Feste. Keine mühsam arrangierten Playdates, weil man denkt, man müsste den Kindern etwas bieten. Die Seite SECHS Kolumne, diesmal Seite VIER Familien in der Krise? Wie Corona unser Leben durchschüttelt Dass Familien in der Krise sind, unterschreiben vermutlich dennoch viele. Weil die Pandemie ihren Finger in Wunden legt, die man bisher gut kaschieren konnte. Dino-Pflaster draufgeklebt und weiter geht’s. Dass unser Alltag ein fragiles Konstrukt ist, das mehr schlecht als recht hält, wussten wir schon immer. Was passiert, wenn man auch nur ein kleines Schräubchen aus der windigen Konstruktion entfernt, haben wir jetzt gesehen. Die Frage ist: Wie gehen wir damit um? Darauf gibt es vielleicht so viele Antworten wie ausgeatmete Tröpfchen bei einer Virusinfektion. Was die Sache kompliziert macht. Denn die eine Lösung, die alle gleichzeitig glücklich macht, wird es nicht geben. Der kleinste gemeinsame Nenner sollte aber wohl sein, dass so langsam klar wird, dass Familien natürlich auch „systemrelevant“ sind. Und zwar im essenziellsten Sinn. Denn ohne Kinder gibt es in absehbarer Zeit gar kein System mehr, das es zu erhalten gilt. Weil sich das System mit mangelndem Nachwuchs dann schlichtweg selbst abschafft. Ich würde mir wünschen, dass das all denjenigen bewusst wird, die in letzter Zeit getönt haben, Kinder seien doch bitteschön Privatsache der Eltern und die müssten halt schauen, wie sie das alles hinbekommen. So was macht mich wütend. Und hilflos. Was hilft, wenn ich derart gefrustet bin, ist ein Anruf bei der guten Freundin, die immer so herrlich pragmatisch ist. „Weißt du“, sagt sie, „es heißt ja, das letzte Kind hat immer Fell. Ich hab jetzt beschlossen: Mein letztes Kind ist halt jetzt ein Virus. Da stecke ich nochmal zurück. Hilft ja nix. Und irgendwann wird auch dieses Kind groß genug sein, damit es mich nicht mehr braucht.“ Vielleicht ist die Welt nicht immer so einfach. Aber vielleicht ist diese Mischung aus Sarkasmus und Galgenhumor gerade der einzige Weg, um nicht verrückt zu werden. Sollten wir doch mal in Erwägung ziehen, Kind Nummer 4 anzuschaffen, also das mit dem Fell, können wir es ja Corona nennen. Unsere Kolumnistin Petra wohnt mit ihrer Familie in Freising. Die Dreifach-Mama hat eine siebenjährige Tochter und zwei Jungs im Alter von zwei und fünf Jahren. Als freie Texterin und Redakteurin arbeitet sie unter anderem für eine Reihe von Familien-Portalen. Auch auf ihrem Blog allesinklein (allesinklein.com ) schreibt sie über vieles, was ihr im Leben als Mama so vor die Füße fällt. Und wenn sie nicht schreibt, steigt sie am liebsten auf einem Berg oder springt in den Schliersee, wo sie ihr kleines „Zweitzuhause“ hat. 4

s3-10_fsn_juli20_Layout-zm 10.07.2020 10:17 Seite 5 Klimasparbuch Oberland 2020 ist erschienen Praktische Tipps und Informationen rund um Klimaschutz im Alltag Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Die Bürgerstiftung Energiewende Oberland hat mit Unterstützung der jeweiligen Landkreise zwei Klimasparbuch-Ausgaben für die Landkreise Garmisch-Partenkirchen und Weilheim- Schon- gau sowie für die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach herausgebracht. Die beiden Klimasparbuch-Ausgaben für das gesamte Oberland zeigen mit ihren Tipps, wie einfach klimaschonendes, ökofaires Verhalten in unserem Alltag sein kann - praktisch und fundiert recherchiert. Manche Ideen wollte man vielleicht schon immer einmal ausprobieren – das „Klimasparbuch Oberland 2020“ könnte dazu den nötigen Ansporn geben. Oder man hat von einem Angebot bisher noch nie gehört, beispielsweise von der Fahrradleihstation, dem ökofairen Modeladen oder auch der Energieberatung. Neben einfachen Tipps sollen verschiedene Gutscheine für vergünstigte oder kostenlose Angebote zum Ausprobieren einladen. „Angesichts der Sommer der Jahre 2018 und 2019 als den beiden wärmsten Jahren seit den Klimaaufzeichnungen bleiben Klimawandel und Klimaschutz drängende Themen unserer Zeit“, sagt Josef Niedermaier, Landrat des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen, und findet deshalb, dass das „Klimasparbuch Oberland 2020“ eine gute Sache ist. Der Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Energiewende Oberland, Josef Kellner, betont „Das Hauptaugenmerk beim Klimaschutz liegt auf der Minderung der Treibhausgase aus den fossilen Energieträgern Erdöl, Kohle und Erdgas durch Energieeinsparung und Energieeffizienz einerseits sowie umweltschonendem Ausbau der erneuerbaren und heimischen Energien andererseits. Das ist die Maxime der Energiewende Oberland, Bürgerstiftung für Erneuerbare Energien und Energieeinsparung (EWO) seit ihrer Gründung 2005, um das hochgesteckte Ziel zu erreichen, bis 2035 unabhängig von fossilen Brennstoffen im Oberland zu werden. Der Dank geht auch an die Firmen und Unternehmen, die mit ihren Anzeigen und wertvollen Gutscheinen das „Klimasparbuch Oberland 2020“ ergänzt haben.“ Das Klimasparbuch liegt in allen Rathäusern sowie an der Information des Landratsamtes in Bad Tölz aus. Wer sich ein Exemplar in den Behörden abholen möchte, wird gebeten, sich dort vorab über die jeweils geltenden Hygienemaßnahmen zu informieren i www.lra-toelz.de/klimasparbuch Alles gut markiert! Namensaufkleber, Bügeletiketten und Textilaufkleber in unterschiedlichen Größen und Farben. Spül- - bzw. waschmaschinenfest. . Speziell für Schule und Kindergartenen praktische Kombipakete e mit diversen Etiketten. en. Tipp: Auch ein schönes Geschenk für die Schultüte! ! (gültig bis 30.09.2020, nicht kombinierbar mit anderen Rabattcodes) www.gutmarkiert.de Dagmar Hortmann Empathisches Coaching Empathische Mediation Training Gewaltfreie Kommunikation Begegnungen gestalten www.mehr-als-ein-augenblick.de y gutmarkiert.de t y 15% Rabatt att auf das gesamte Sortiment mit Code: 20-GM-28 28 5

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