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Zwergerl Magazin September/Oktober 2019

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Das Familienmagazin in der Metropolregion München. Zweimonatlich interessante Themen, spannende Berichte und wichtige Informationen rund um das Thema Familie.

s3-10_fsn_sep19_Layout-zm 19.08.2019 12:27 Seite 6 Die Seite SECHS Kolumne Zurück in die Sommer unserer Kindheit Die Sommerferien sind immer die Zeit, in der man sich gern an seine eigene Kindheit zurückerinnert. An Tage im Freibad, mit dem Geruch von Chlor und Pommes in der Nase, an die Abende draußen auf der Straße, wo wir Fußball spielten und Tennis (oder zumindest das, was wir dafür hielten), bis die Nacht auch das letzte Licht der Dämmerung geschluckt hatte. An die ersten heimlichen Zigaretten im Gebüsch am Baggersee, die erste Schwärmerei, nächtliche Zelt-Aktionen im Garten und Fahrten quer durch Frankreich und Italien mit der Familienkutsche, immer der Nase nach und immer dem Meer entgegen. Es sind wunderbare Erinnerungen, die ich an die Sommer meiner Kindheit und Jugend habe. Niemals möchte ich sie missen. Und wenn ich jetzt als Mama mit meinen Kindern in den Ferien bin, dann ist es manchmal so, als ob ich in eine Art Zeitmaschine geraten wäre. Zurück in die Achtziger. So schnell kann es gehen. In diesen Sommerferien haben wir meine Eltern besucht, die immer noch dort wohnen, wo ich aufgewachsen bin. In einem kleinen Ort nahe der französischen Grenze, zwischen Schwarzwald und Elsass, wo die Menschen diesen breiten Singsang in der Stimme haben, der sich immer so freundlich anhört. Das Freibad um die Ecke sieht immer noch so aus wie vor 30 Jahren. Als wäre die Zeit stehen geblieben zwischen dem Sprungturm und den 70er-Jahre-Fliesen. Selbst der Bademeister war bis vor Kurzem noch derselbe. Der Kiosk verkauft immer noch Bum Bum Eis, dessen rote Glasur immer noch genauso ekelhaft schmeckt wie damals. Natürlich wollen meine Kinder Bum Bum Eis. Und natürlich schmeckt es ihnen nicht. Im Grunde wollen alle immer nur den Kaugummi-Stiel. Wenn ich also an den Orten meiner Kindheit bin, und dieses warme Gefühl der Erinnerung im Bauch habe, frage ich mich manchmal, ob einem der Kopf da nicht doch einen Streich spielt. Erinnerungen sind meistens schön. Da ist immer schönes Wetter, wir Kinder durften immer alles und ich hab im Gedächtnis, dass wir nie Stress mit unseren Eltern hatten. Was natürlich nicht stimmt (vergleiche oben: die heimlichen Zigaretten im Baggersee-Gebüsch). Genauso wie so manches andere Detail, das der Erinnerung dann wohl doch flöten geht. Denn auch in meiner Kindheit gab es Regentage, auch im Sommer. Die Schwimmbad-Pommes waren schon damals labbelig. Und der Bademeister hat ständig gepfiffen. Man musste Bademützen tragen – weswegen diejenigen immer die Deppen waren, die von ihren Eltern die uncoolen Mützen aus Stoff mitbekamen und nicht die Coolen aus Gummi, auf denen man dann mit Edding Unterschriften sammeln konnte. So wie mit dem Freibad ist das wohl mit so manchen anderen Dingen im Leben. In der Erinnerung sind sie toll. Damals, als wir noch keine Kinder hatten! Oh, das war Freiheit pur. Wirklich? Wenn ich scharf nachdenke, fällt mir ein, dass ich ständig unbezahlte Überstunden geschoben habe und selten vor 20 Uhr zuhause war. Die Urlaube als Paar! Herrlich entspannend. Aber Moment, haben wir da nicht doch das ein oder andere Mal gestritten? Ja, so wird das wohl gewesen sein. Hatte es nur kurz verdrängt. Andererseits ist es aber auch schön, Erinnerungen zu haben, die einfach nur in unseren Köpfen existieren. Ich bin mir nämlich nie so ganz sicher, ob wir uns mit unserem digitalen Fotowahn einen Gefallen tun. Jede Sekunde unseres Lebens ist mittlerweile dokumentiert. Was war nochmal am 23. Mai 2019? Ich schau mal ins Fotoarchiv. Ich finde, da geht etwas Wichtiges verloren: Die Erinnerungen, die man in seinem Herzen trägt. Diejenigen an all die besonderen Momente des Lebens. Die Abende als Kind mit dem Ball auf der Straße. Der erste Flirt im Freibad. Der Geschmack von Salz zwischen den Lippen an einem Strand irgendwo in Frankreich. Oder Italien. Wo genau das war? Weiß ich gar nicht mehr. Aber ich weiß, dass ich unglaublich glücklich war. Und wenn ich nun durch das Freibad meiner Kindheit gehe, dann rieche ich den Chlor und die Pommes und ich bin sofort zurück in der Vergangenheit. Ich bin wieder acht Jahre alt und steh auf dem Sprungturm, unter mir das blaue Wasser im Becken mit den 70er-Jahre-Kacheln. Ich stehe da für einen kurzen Moment, dann schließe ich die Augen und springe. Das erste Mal vom Drei-Meter-Turm. Ich hab mich getraut. Und es fühlt sich an als sei es gestern gewesen. Auch 30 Jahre später. Denn das Herz vergisst niemals. Und es braucht dazu keinen Auslöser an der Kamera und erst recht keinen Instagram-Post. Unsere Kolumnistin Petra wohnt mit ihrer Familie in Freising. Die Dreifach-Mama hat eine sechsjährige Tochter und zwei Jungs im Alter von 1 und 4 Jahren. Als freie Texterin und Redakteurin arbeitet sie unter anderem für eine Reihe von Familien-Portalen. Auch auf ihrem Blog allesinklein (allesinklein.com ) schreibt sie über vieles, was ihr im Leben als Mama so vor die Füße fällt. Und wenn sie nicht schreibt, steigt sie am liebsten auf einem Berg oder springt in den Schliersee, wo sie ihr kleines „Zweitzuhause“ hat.

s3-10_fsn_sep19_Layout-zm 19.08.2019 12:27 Seite 7 Anzeige Die Lange Nacht der Münchner Museen 20 Jahre Museumsnacht in München – wenn das kein Grund zum Feiern ist! Es ist die einzigartige Vielfalt zur außergewöhnlichen Stunde, die das Publikum jedes Jahr aufs Neue begeistert. Auch zum 20. Geburtstag gibt es wieder viel zu entdecken: Über 90 Museen, Sammlungen, Galerien, Kirchen, architektonische Schmuckstücke und historische Orte laden zum Rundgang durch Kunst, Kultur, Naturwissenschaft und Technik. Zusätzlich zu den Ausstellungen gibt es wieder jede Menge Zusatzprogramme. Damit auch der Nachwuchs nicht zu kurz kommt, können Kinder zwischen 4 und 14 Jahren bereits am Nachmittag von 14 bis 18 Uhr in die Münchner Museumslandschaft eintauchen. Zahlreiche Museen, Kunsteinrichtungen und das Museumspädagogische Zentrum (MPZ) bieten eine große Bandbreite an Führungen und Mitmachangeboten - quer durch alle Epochen und Kunstrichtungen: „Bellen, beißen, wedeln“ lautet das Motto im Bayerischen Nationalmuseum, wo sich inRundgängen und Bastelangeboten mit der Geschichte des Hundes beschäftigt wird. Die Kunstwerke in der Sammlung Schack lassen geheimnisvolle Geschichten und vergessene Sagen wieder aufleben und auch bei Führungen von Stattreisen München durch die Straßen der Münchner Altstadt wird Geschichte lebendig.Die weite Welt lässt sich in den Münchner Museen natürlich ebenfalls erkunden: Wie wäre es mit einer Spurensuche im Land der Pharaonen im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst? Oder einem Abstecher in die offene Werkstatt „Origami und Kirschblütenzauber“ im Museum Fünf Kontinente? i Es gibt zwei Arten von Tickets: Das Lange Nacht-Ticket kostet 15,-€ und gilt bereits am Nachmittag für bis zu vier Kinder (4 bis 14 Jahre) und ggf. für einen begleitenden Erwachsenen. Für eine Person ist die Nutzung des MVV im Gesamttarifgebiet inklusive. Das Kinderprogramm-Ticket zu 2,50€ ist gültig für eine Person (Kind oder ggf. für einen begleitenden Erwachsenen, nur nachmittags, kein VVK, Tageskasse bei den Häusern, kein MVV). Alle Informationen sowie das detaillierte Programm findet ihr ab Mitte September auf www.muenchner.de/museumsnacht „Das Leben ist kein Ponyhof.“ - bei uns schon! Aktiv- und Naturspielgruppe In der Spielgruppe forschen, lachen und spielen Kinder zwischen etwa einem Jahr bis zum Kindergarteneintritt. Das über ein Hektar große Gelände liegt im Geltinger Gemeindegebiet, bietet viel Platz zum Toben und neben den Pferden wohnen dort auch Kaninchen, Wachteln, Hühner und Schafe. Im beheizbaren Bauwagen können sich die Kinder bei kaltem Wetter aufwärmen und Brotzeit machen. Die Versorgung der Tiere übernehmen die Kinder unter Anleitung und Aufsicht der fachkundigen Betreuer selbst. Fester Bestandteil des Vormittags ist die Reitpädagogik welche eine positive Entwicklung der kindlichen Grob- und Feinmotorik, Koordination, taktiler Wahrnehmung und Tiefensensibilität unterstützt. Die Kinder erleben täglich Sinneserfahrungen durch verschiedene Witterungen und das Spüren von Naturmaterialien da ein großer Teil der gemeinsamen Zeit draußen verbracht wird. Das soziale Lernen wird durch die gemeinsame Zeit und die Rücksichtnahme aufeinander gefördert. * in allen Filialen Größte Kinderschuh-Auswahl * 330.000 0 Markenschuhe immer beste Preise Obere i Die Spielgruppe ohne Eltern ist Dienstag und Donnerstag von 8.30 Uhr bis 12 Uhr geöffnet. Die Eltern-Kindegruppe findet jeden Mittwoch von 9 bis 11 Uhr und am Dienstag von 14.30 bis 16.30 statt. Ein Einstieg ist über das ganze Jahr möglich. Es wird um eine kurze schriftliche Voranmeldung unter call-a-pony@freenet.de mit den Daten des Kindes und denen der Eltern gebeten. Alle Informationen und das ausführliche Konzept findet man auf www.callapony.de Obere Tiefenbachstr. HAUSHAM 6 MO - FR 09:30 - 19:00 Uhr SA 09:00 - 1 9:00 Uhr 7

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