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Zwergerl Magazin Nov/Dez 2019

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s12-25_red_nov19_Layout-zm 23.10.2019 10:12 Seite 12 IsT mEiN KiNd hOcHbEgAbT? Warum ein hoher IQ kein Garant für gute Noten ist Es begann, als David vier Jahre alt war: Das Gefühl, unser Kind ist anders als andere. Der Kindergarten war für ihn eine lästige Pflicht. Wenn möglich, nahm er eine Erzieherin mit seinen ungewöhnlichen Ideen in Beschlag, ansonsten spielte er still für sich alleine. Zuhause fragte er uns Löcher in den Bauch, erstaunte uns mit seiner Logik, interessierte sich für Themen wie Raumfahrt, Wetter oder Geschichte. Man riet uns zur frühen Einschulung. David freute sich, denn lernen wollte er gerne. Die Ernüchterung kam bald - Zahlen und Buchstaben waren für ihn kein Neuland, der Unterricht langweilte ihn. Und Freunde, die seine Interessen teilten, fand er auch hier schwer. Dass David ein Problem hatte, wurde im vierten Schuljahr offensichtlich: Die Noten sackten dramatisch ab, unser eigentlich fröhliches Kind wurde traurig und mutlos, wir ratlos und in einem oder mehreren Teilgebieten im logisch-mathematischen, sprachlichen, musikalischen, bildnerisch-künstlerischen, sportlichen oder sozialen Bereich auf. Dabei profitieren sie von einem ausgezeichneten Gedächtnis und einer extrem schnellen Auffassungsgabe. Sie denken kreativ, sprechen gewandt und jonglieren begeistert mit Zahlen. Die vier Grundschulklassen könnten sie spielend in zwei Jahren bewältigen. Stattdessen beginnt für manche von ihnen mit dem Eintritt in die Schule ein Prozess des Leidens. Denn potenzielle Überflieger passen schlecht in unser Schulsystem, das oft abfragbares Wissen und Routineaufgaben abfordert. Kinder wie David aber denken vernetzt und empfinden es als Zumutung, schnell erfassten Stoff unentwegt zu wiederholen oder in Zwischenschritten wiederzugeben. So handeln sie sich auch bei vermeintlich verzweifelt. Die Direktorin der Schule drängte uns, endlich einen Intelligenztest einfachen Aufgabenstellungen wie Päckchen-Rechnen mit David zu wagen. Schnell denken und lernen Das Ergebnis, welches die Schulpsychologin uns einige Wochen später eröffnete, erfreute und verunsicherte uns zugleich. David wurde ein IQ um die 130 attestiert. Jeglicher Schulstoff, so die Fachfrau, sei für ihn bei richtiger Motivation kein Problem. Um diese Motivation drehen sich seitdem unsere Bemühungen und jeden Tag lernen wir mehr über das Phänomen Hochbegabung in all seinen Ausprägungen. Mittlerweile wissen wir, dass etwa drei Prozent aller Kinder in Deutschland hochbegabt sind, also einen IQ von über 130 besitzen. Sie weisen sehr früh entwickelte, weit überdurchschnittliche Fähigkeiten und Interessen schlechte Noten ein. Dazu stört ihr Bedürfnis, neue Denkansätze zu entwickeln und mitzuteilen, den Unterricht, in dem Lehrkräfte vielen unterschiedlichen Lerntypen gerecht werden müssen. Fehlen Mut und Selbstbewusstsein, stellt das Kind seine Mitarbeit irgendwann ein. In der Klasse wird es zum Außenseiter. Mädchen versuchen oft mit Anpassung gegenzusteuern, Jungen fallen häufig als Störenfriede und Leistungsverweigerer auf. Im schlimmsten Fall verlassen eigentlich intelligente Kinder als sogenannte Schulversager frühzeitig die Schulen, manche landen sogar in der Sonderschule. Unverständnis in Schule und Elternhaus begünstigen Motivations- und Selbstwertverlust. Aus Resignation oder Anpassung können sich Depressionen oder psychosomatische Störungen entwickeln. Die (oft nicht erkannte) Unterforderung im Unterricht führt - für Kinder mit herbstlichen Leckereien und kreativen Geschenken M O N T E S S O R I H O H E N B R U N N Einblick in die Freiarbeit und schulische Aktivitäten in unseren Klassen 1 bis 10 weitver- netz im Münchner und östlichen Landkreis 12

s12-25_red_nov19_Layout-zm 23.10.2019 10:08 Seite 13 Bessere Schulnoten!!! Das geht doch ganz easy dank CATLUX.de! Mit Lernzielkontrollen, Schulaufgaben, Klassenarbeiten, Extemporalen, Proben, Arbeitsund Übungsblättern, alles mit ausführlichen Lösungen. Für alle Klassen! Aktuell für alle Schularten LehrplanPlus und neu G8 + G9 auch in der Familie zu erheblichen Spannungen. David kostete uns Zeit und Nerven, die wir teilweise nicht mehr aufzubringen vermochten. Hausaufgaben oder die Vorbereitung auf Klassenarbeiten gerieten zur Machtprobe, Davids Schrift wurde unleserlich, Ordnung und Disziplin tendierten gegen Null. Der Familienfriede war extrem gestört, das Verhältnis zu unserem Sohn belastet. Was tut David gut? Mittlerweile besucht David die 7. Klasse eines Gymnasiums. Das Schulsystem können wir zwar nicht ändern. Aber mit ein wenig Glück trifft man auf Lehrerinnen und Lehrer, die mit Hochbegabung umzugehen wissen und das Kind entsprechend fordern und fördern. Unser Augenmerk liegt jetzt viel mehr auf Dingen, die David (und damit uns) guttun: Museumsbesuche, Vorlesungen zu naturwissenschaftlichen Themen, Konzerte und Kontakte zu Gleichgesinnten machen David stark, selbstbewusst und glücklich. Wir wissen, dass unser Sohn besonders viel Zuwendung und Verständnis braucht, dass wir ihn mit liebevoller Autorität lenken und auf Selbstverantwortung und Selbstständigkeit setzen müssen. All das führte dazu, dass David auch in der Schule wieder besser zurechtkommt. Lerndokumente zum Download Alles gut markiert! gutmarkiert.de Namensaufkleber und Kleidungsetiketten in unterschiedlichen Größen und Designs. Wasserfeste Namensetiketten für Schule, Kindergarten und unterwegs. Spül- bzw. waschmaschinenfest. Nichts mehr verlieren oder vertauschen! (gültig bis 31.12.2019, nicht kombinierbar mit anderen Rabattcodes) www.gutmarkiert.de gutmarkiert© Sophie 01714567890 gutmarkiert © Gratis Versand Mit Code: GM-ZW-06 Michael Schäfer Maximilian 0176-12 34 56 778 Ist mein Kind hochbegabt? Wir haben viel dazu gelernt. Zum Beispiel auch, dass besonders begabte Kinder nicht immer oder nicht für immer schwierig sein müssen. Je eher Hochbegabung erkannt wird, desto größer sind die Chancen, möglichen Komplikationen zu begegnen. Frühes, flüssiges Sprechen, ein ungewöhnlicher Wortschatz, das Überspringen von Entwicklungsschritten (z.B. gleich Laufen statt erst Krabbeln), geringes Schlafbedürfnis, ausgeprägtes Erinnerungsvermögen, hervorragende Beobachtungsgabe, das Verstehen komplexer Zusammenhänge, großes Interesse an Zahlen, Buchstaben und Symbolen, starke Fantasie und Originalität bei intellektuellen Herausforderungen, hohe Sensibilität, extremes Gerechtigkeitsempfinden, Perfektionsbedürfnis und der bevorzugte Umgang mit älteren Kindern oder Erwachsenen können Anzeichen einer Hochbegabung sein. Nachweisen lässt sich Hochbegabung mit einem Intelligenztest, der von einem Psychologen durchgeführt wird. * Name von der Redaktion geändert aufgezeichnet und verfasst von Katja v. Wintzingerode zum Thema Vertiefende Literatur: – Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind, Berlin, www.dghk.de – Karg-Stiftung für Hochbegabtenförderung, Frankfurt/Main, www.karg-stiftung.de – Begabungspsychologische Beratungsstelle der Universität München, beratung-hb@psy.lmu.de 13

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