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Zwergerl Magazin Mai/Juni 2020

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s3-11_fsn_mai20_Layout-zm 30.04.2020 17:21 Seite 4 Homeschooling ist eines der Wörter, denen wohl gerade eine rasante Karriere zum Wort des Jahres bevorsteht. Bisher war Homeschooling ein Begriff, den ich mit Stay at Home Moms im Mittleren Westen der USA in Verbindung brachte, die auf ihren Instagram-Profilen den Leitspruch „In love with Jesus“ prangen haben. Oder mit abenteuerlichen Menschen, die mit ihrer gesamten Familie jahrelang auf Weltumseglung gehen und ihre Kinder auch bei Windstärke 9 noch unterrichten. Aber dann kam der März, es kam das Corona-Virus, die Schulen im ganzen Land machten dicht und damit kam das Homeschooling hoppldihopp auch zu uns. An und für sich klang das erst mal alles nicht so dramatisch. 5 Wochen, davon 2 Wochen Osterferien, alles irgendwie machbar. Sommerferien sind noch länger. Arbeitszeiten würden wir irgendwie aufteilen. Das Tochterkind arbeitet schon recht selbstständig. Sie geht auf eine Montessori-Schule, da ist Freiarbeit sowieso die gängige Unterrichtsform. Also, alles mal auf sich zukommen lassen. Wird schon! Ich bin ja grundsätzlich sowieso eher in der Fraktion Glas-halbvoll. Nachdem das erste Wochenende nach dem Schul-Shutdown ins Land gezogen war, gab es auch schon allerhand gute Tipps zum Thema „Wie organisiere ich die Schule zuhause“. Ganz wichtig, da waren sich alle einig, wäre ein Plan. Also machte ich einen Plan: einen für das Töchterlein, der sich am Stundenplan orientierte (ja, da waren dann auch Kunst und Sport mit drin) und einen für die ganze Familie. Wer arbeitet wann, wann sind Pausen, wann wird gegessen, wann ist Spielzeit, wann Medienzeit – volles Programm. Der Montag kam, der Plan hing an der Wand, die Mutter war stolz, alles so gut vorbereitet zu haben. Homeschooling, here we go! Das Tochterkind saß also brav an ihren Aufgaben, die beiden Jungs waren zum Basteln eingeteilt. Leider entsprach das zwar meinen, aber nicht ihren Vorstellungen. „Mama, können wir ein Hörspiel anhören?“, fragte der Kindergarten- Bub nach etwa 30 Sekunden. Das Krippenkind nickte dazu eifrig, auch wenn es noch gar nicht weiß, was ein Hörspiel überhaupt ist. „Hm, na gut. Aber wir stellen es ganz leise, damit das eure Schwester nicht stört.“ Sagte ich leise? Nach 10 Minuten stand das Tochterkind im Die Seite SECHS Kolumne, diesmal Seite VIER Homeschooling: Ein Zwischenbericht Zimmer und wollte mithören. Aufgaben? Ja, hätte sie gemacht. Sagte sie. Ich guckte ins Heft und sah eine schludrig dahingeschmierte Seite. So langsam schwante mir, dass die nächsten Wochen ziemlich hart werden würden. Denn all die Weltumsegler und Midwestern-Moms wissen natürlich, dass Homeschooling sehr viel mehr ist, als das Kind eine Seite mit dem Buchstanden Z in Schreibschrift vollmalen zu lassen. Homeschooling im eigentlichen Sinn bedeutet, dass man sich dazu setzt. Erklärt. Verbessert. Unterstützt. Ja, man UNTER- RICHTET. Man begleitet das Kind nicht nur dabei, ein paar Arbeitsblätter auszufüllen und dann noch mit Blümchen und Schmetterlingen zu bemalen. Während gleichzeitig zwei wilde Jungs die Bude auseinander nehmen und jede Bemühung, didaktisch wertvolle Inhalte zu vermitteln mit ihrer Kleinkind-Energie direkt torpedieren. Seufzend denke ich daran, während ich diese Zeilen schreibe, dass es zwei Großmütter gibt, die beide pensionierte Grundschulehrerinnen sind und die zuhause sitzen und sich langweilen. Nur leider gehören sie alleine wegen ihres Alters zur Risikogruppe und fallen daher als Ersatzpädagogen aus. Also müssen wir alleine da durch. Vieles hat sich mittlerweile dann doch eingegroovt. Wir lernen vielleicht ein paar andere Dinge als der Lehrplan es vorgibt, aber die sind ja mitunter nicht schlechter. Ein Spielhaus im Garten bauen zum Beispiel. Oder eine Kette aus Löwenzahn-Blüten flechten. Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir! Sagt man doch so schön, oder? Ich schreibe diese Zeilen Mitte April. Erste Konzepte für eine vorsichtige Öffnung der Schulen in Bayern gibt es nun – aber wie es bei unserer Zweitklässlerin weitergeht und wie nachhaltig diese Konzepte überhaupt sein werden, ist unklar. Wir nehmen es, wie es kommt. Auch der Kleinste hier macht mit und erweitert seine Fähigkeiten gerade rasant. Er lernt nämlich gerade sprechen und das direkt mit den wildesten Worten. „Mama ich dich lieb!“ ist mein klarer Favorit. Kurz darauf haut er dann noch sein Neuestes raus: „Mundschutz“. Wo er das wohl her hat? Unsere Kolumnistin Petra wohnt mit ihrer Familie in Freising. Die Dreifach-Mama hat eine siebenjährige Tochter und zwei Jungs im Alter von zwei und fünf Jahren. Als freie Texterin und Redakteurin arbeitet sie unter anderem für eine Reihe von Familien-Portalen. Auch auf ihrem Blog allesinklein (allesinklein.com ) schreibt sie über vieles, was ihr im Leben als Mama so vor die Füße fällt. Und wenn sie nicht schreibt, steigt sie am liebsten auf einem Berg oder springt in den Schliersee, wo sie ihr kleines „Zweitzuhause“ hat. 4

s3-11_fsn_mai20_Layout-zm 30.04.2020 17:21 Seite 5 Kinderwelten Ideengeber und Sprachrohr für Münchner Kinder Für Jugendliche sind derzeit Instagram und WhatsApp die wichtigsten Kommunikationswege, auch die Pädagoginnen und Pädagogen vieler Freizeitstätten halten so Kontakt zu den Kids. Kinder sind dagegen meist nicht über Social Media erreichbar. Deshalb hat der Kreisjugendring München-Stadt eine Fülle von Ideen und Mitmachmöglichkeiten zusammengetragen, die auch für Kinder leicht zugänglich sind. „Ganz wichtig ist aber, dass Kinder die Seite auch selbst mit Leben füllen können“, sagt Kerstin Hof, die Kinderbeauftragte des KJR. Schon jetzt sind Beispiele dafür online: Mia ist neun Jahre alt und näht Gesichtsmasken. Lena weiß, wie man Origami-Elefanten bastelt. Beide verraten auch anderen, wie es geht. Und die vierjährige Noémi aus Neuhausen hat sich ein Corona-Lied ausgedacht, in dem sie singt, wie doof sie Corona findet. Auch Hilfsangebote für Kinder in Notlagen sind aufgeführt. Schließlich können sich betroffene Kinder derzeit nicht ohne weiteres vertrauensvoll an Lehrkräfte oder Pädagoginnen und Pädagogen in Kita, Hort oder Freizeittreff wenden. i www.kjr-kinderwelten.de Allergietest Nasenabstrich erübrigt Blutprobe "Ein großer Vorteil der Allergiediagnose mit dem Nasensekret ist, dass sie sich im Gegensatz zum Blut- oder Pricktest gut für kleine Kinder eignet. Bei ihnen ist eine Therapie in Form einer Hyposensibilisierung besonders wichtig, da sich im Kindesalter aus einer allergischen Rhinitis ein allergisches Asthma entwickeln kann", sagt Claudia Traidl-Hoffmann, Professorin für Umweltmedizin an der TUM und Direktorin des Instituts für Umweltmedizin am Helmholtz Zentrum München. Eine neue Biochip-Technologie ermöglicht es seit einiger Zeit, anhand einer minimalen Blutmenge die Konzentration der Antikörper von 112 Allergenen gleichzeitig zu bestimmen. Mit der molekularen Diagnosetechnologie haben die Forscher die Konzentration der Allergie-Antikörper vom Typ Immunglobulin-E (IgE) jeweils im Blut und im Abstrich des Nasensekrets ihrer Probanden gemessen. IgE-Antikörper sind für die Vermittlung bestimmter allergischer Reaktionen verantwortlich. Das Team untersuchte sowohl Personen mit als auch ohne Sensibilisierung gegenüber den gängigsten Allergenen aus der Luft, zu denen die Ausscheidungen der Hausstaubmilbe, Gräserpollen sowie Birken-, Haselnuss- und Erlenpollen zählen. Ergebnis: Blut und Nasenabstrich lieferten mit dem gleichen Test ähnlicheErgebnisse: Es konnten in beiden Proben jeweils dieselben Sensibilisierungsmuster, also dieselben Stoffe, für die der Körper bereits eine Immunantwort entwickelt hat, nachgewiesen werden. i www.tum.de; www.helmholtz-muenchen.de Kinderzahnheilkunde Miesbach Dr. Sigrid Weisshaar Stadtplatz 10· Eingang Habererplatz· 83714 Miesbach praxis@kinderzahn-miesbach.de www.kinderzahn-miesbach.de Tel. 08025 99 317 88 5

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